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Magnesiumbedarf von Frauen- Magnesium-Diasporal

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Bild: Diasporal

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Magnesium ist besonders wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden – denn es ist an mehr als 300 Vorgängen im Körper beteiligt: Der Mineralstoff reguliert das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, gilt aufgrund seiner entspannenden Wirkung auch als „Mineral der inneren Ruhe“. Magnesium trägt zur Knochenfestigkeit bei und spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und Zellregeneration. Zudem beeinflusst es das Hormonsystem und regelt die Energiebereitstellung im Organismus. Kurzum: Magnesium ist ein Alleskönner für die Gesundheit – wenn wir zu wenig des lebenswichtigen Mineralstoffs aufnehmen, leiden Vitalität und Leistungsstärke! Um mit Schwung und Kraft durchs Leben zu gehen und seine Herausforderungen gut zu meistern, heißt es also, auf eine gute Magnesiumversorgung zu achten. Doch der Bedarf des Körpers ist nicht immer gleich: Besondere Lebenssituationen erfordern eine erhöhte Zufuhr des Powerminerals! Wir nehmen sie unter die Lupe, damit Frauen in jeder Lebensphase gut versorgt sind und sich rundum wohlfühlen.

Die 30-jährige Frau
Frauen um die 30 Jahre haben ihr Studium abgeschlossen oder nach der Lehre erste Erfolge im Job erzielt. Ist der Traummann schon gefunden, werden jetzt auch privat die Weichen gestellt: Viele Frauen wünschen sich ein Baby, die Karriere wird der Familie (erstmal) hinten angestellt. So schön die Vorfreude auf ein Kind auch ist: Jede Schwangerschaft erfordert Höchstleistungen vom Körper der Frau. Das Baby im Bauch wächst rasant und der mütterliche Stoffwechsel verändert sich. Das führt u.a. zu einer um ca. 25 Prozent erhöhten Magnesiumausscheidung über die Nieren, weshalb der Bedarf an dem lebenswichtigen Mineral bei Frauen in der Schwangerschaft steigt! Spätestens in der zweiten Schwangerschaftshälfte empfehlen Gynäkologen werdenden Müttern, zusätzlich ein Magnesiumpräparat einzunehmen, um den erhöhten Bedarf zu decken: 310 mg Magnesium pro Tag sollten es sein[1], damit die Schwangerschaft komplikationslos verläuft. Denn das ungeborene Kind lagert täglich Magnesium in seinem Organismus an. Und vor allem gegen Ende der Schwangerschaft kann ein Magnesiummangel der Mutter zu vorzeitigen Wehen führen!

Extra-Tipp: Stillt die Frau ihr Baby dann, ist ihr Magnesiumbedarf noch stärker erhöht: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Stillenden 390 mg des Minerals pro Tag aufzunehmen. Denn über die Muttermilch gibt die Frau den lebensnotwendigen Mineralstoff an ihr Kind weiter – und eine ausreichende Magnesium-Versorgung ist sehr wichtig, damit sich das Neugeborene gesund entwickelt.
Die 40-jährige Frau
Frauen um die 40 Jahre stehen Mitten im Leben: Viele erklimmen jetzt die nächste Karrierestufe und/oder managen Kinder und Haushalt. Die Doppelbelastung der modernen Frau mit täglicher Hektik zerrt an den Nerven – oft mit Folgen für die Gesundheit: Verspannungen, Innere Unruhe, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen sind nur einige typische Stress-Symptome. Zu allem Überfluss ist Stress ein „Magnesium-Räuber“. Ein Teufelskreis, gilt Magnesium doch als „Anti-Stress-Mineral“, das wir in hektischen Zeiten besonders dringend brauchen: Es erhält die normale Funktion des Nervensystems aufrecht, drosselt die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und entspannt die Muskeln. Damit es bei Stress und der oft damit verbundenen einseitigen Ernährung mit Fast Food nicht zu einer Magnesium-Unterversorgung kommt, empfehlen Experten in turbulenten Zeiten mindestens 300 mg Magnesium pro Tag als Nahrungsergänzung aufzunehmen.
Extra-Tipp: Wer selbst nach Feierabend schwer zur Ruhe kommt und deshalb Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte etwa 30 Minuten vor dem Zubettgehen hochdosiertes Magnesium einnehmen. Dann sorgt das „Salz der inneren Ruhe“ durch seine entspannenden Wirkungen dafür, dass das Einschlafen leichter fällt.
Die 50-jährige Frau
Frauen um die 50 Jahre stresst nicht selten die Hormonumstellung in der Menopause, die häufig mit Hitzewallungen und Schlafproblemen einhergeht. Viele geben auch Vollgas im Beruf. Und daheim entwickeln sich die lieben Kinderlein durch die Pubertät oft zu kleinen Rebellen. Ganz schön viel, was Frau auch in dieser Lebensphase wieder aushalten muss. Deshalb ist eine gute Versorgung mit dem „Anti-Stress-Mineral“ Magnesium von mindestens 300 mg pro Tag auch für Frauen in der 50ern besonders wichtig. Es sorgt in dieser Lebensphase nicht nur für starke Nerven, Gelassenheit und guten Schlaf, sondern auch für stabile Knochen: Nach den Wechseljahren steigt das Osteoporose-Risiko sprunghaft an. Um dem Knochenschwund vorzubeugen, ist nicht nur die richtige Kalzium-Zufuhr wichtig. Auch Magnesium ist am Knochenaufbau beteiligt und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Festigkeit der Knochen. Mehr als 60% des Gesamtmagnesiums im Körper sind im Skelett gespeichert. Um die Knochengesundheit (bei Osteoporose 1000mg/Tag) bis ins hohe Alter zu erhalten, sollte Frau neben einer hohen Kalziumversorgung daher auch auf eine gute Magnesiumzufuhr (300-400 mg/Tag) achten!
Extra-Tipp: Magnesium und Kalzium können sich bei gleichzeitiger Einnahme gegenseitig beeinträchtigen. Damit beide Mineralstoffe gut über den Darm aufgenommen werden, empfehlen Experten zwei bis drei Stunden Abstand zwischen der Einnahme von hochdosierten Magnesium- und Kalziumpräparaten. Am besten morgens Kalzium und abends Magnesium einnehmen – durch die entspannende Wirkung von Magnesium klappt dann auch gleich das Einschlafen besser.
Die 60-jährige Frau
Bei Frauen ab 60 Jahren rückt oft der Wunsch, das Leben zu genießen, immer stärker in den Fokus –Karriere und Kinder lassen das jetzt auch eher zu! Endlich hat man Zeit, für sich selbst aktiv zu sein: Hobbys nachgehen, Freunde treffen, reisen, sich viel bewegen… Senioren sind heute aktiver denn je! Durch erhöhte Muskelaktivität und vermehrtes Schwitzen beim Sport, verliert der Körper jedoch Magnesium. Darum sollten alle sportlich Aktiven auf eine gute Magnesiumversorgung Ihres Körpers achten – und für sportliche Senioren ist dies sogar doppelt wichtig: Typische Altersleiden wie Herz-Kreislauf-Beschwerden machen nicht selten die Einnahme von Medikamenten erforderlich (z.B. Entwässerungstabletten), die zu einer erhöhten Ausscheidung von Magnesium über die Nieren führen. Mit steigendem Alter lässt auch bei gesunden Senioren die Nierenfunktion nach und es geht mehr Magnesium über die Nieren verloren. Liegen dann noch Erkrankungen wie Typ-II-Diabetes vor, welcher eine veränderte Nierenfunktion mit sich bringt, kann dies einen Magnesiummangel begünstigen.Typische Anzeichen für einen Magnesiummangel sind Verspannungen der Rückenmuskulatur, Lidzucken und Wadenkrämpfe – letzteres tritt oft nachts und auch gerne beim Sport auf. Um diesem „Schlaf- und Spaßräuber“ vorzubeugen, sollten Frauen über 60 Jahre ihren Körper mit 300-400 mg Magnesium pro Tag versorgen.  Dadurch starten sie eher ausgeruht und aktiv in den nächsten Tag, um das Leben im reifen Alter auszukosten. Denn wie sang schon Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran…“
[1] Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DEG)