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Sodbrennen: Magnesium-Mangel durch Magensäureblocker!

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Bild: diasporal

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Rund ein Drittel aller Deutschen leidet regelmäßig oder gelegentlich an Sodbrennen – saurem Aufstoßen – oder Reflux, wie die Erkrankung in der Medizin genannt wird. In etwa 60% aller Fälle wird Sodbrennen durch falsche Ernährung oder durch Stress, Hektik und seelische Belastungen ausgelöst, aber auch Übergewicht kann Sodbrennen begünstigen.

Als Standardtherapie bei Sodbrennen stehen Magensäureblocker, so genannte Protonenpumpenhemmer (PPI) an erster Stelle. Diese Medikamente, die es seit 2009 auch freiverkäuflich in der Apotheke gibt, sollen nur kurzzeitig bzw. unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Die Realität sieht jedoch anders aus. Meist werden Magensäureblocker über Monate oder Jahre eingenommen – zu einem hohen Preis: Bei der Langzeittherapie gegen saures Aufstoßen und Sodbrennen kann es aufgrund der Beeinträchtigung der Magnesium-Aufnahme  u. a. zu schwerem Magnesium-Mangel kommen, der sich durch Muskel- und Wadenkrämpfe, Kribbeln bis hin zu Taubheitsgefühlen in den Gliedmaßen äußern kann. Aber auch innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder auch Herzrhythmusstörungen können mögliche Anzeichen eines Magnesium-Mangels sein.

Damit es bei der Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern nicht zu einem schweren Magnesium-Mangel kommt, ist die ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff sehr wichtig. Patienten, die regelmäßig Medikamente gegen Sodbrennen einnehmen, wird daher dringend empfohlen, ihren Körper zusätzlich mit hochdosiertem Magnesium zu versorgen. Ideal sind Produkte, die Magnesium in organischer Form als Magnesiumcitrat (z.B. Magnesium-Diasporal 300 mg aus der Apotheke) enthalten. Magnesiumcitrat benötigt keine Magensäure zur Freisetzung des Magnesiums und kann direkt vom Körper aufgenommen werden. Dadurch können die Symptome eines Magnesium-Mangels zuverlässig therapiert werden.

Tipps zur Vorbeugung von Sodbrennen:

Allgemein gilt:

  • abends nicht zu reichhaltig und nicht zu spät essen
  • auf Alkohol und Rauchen verzichten
  • nicht direkt nach dem Essen hinlegen
  • mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen
  • keine enge Kleidung tragen
Vorsicht bei:
  • fettreichen Speisen: Schnitzel, Pommes frites, fette Backwaren, Mayonnaise, fette Fleisch-  und Wurstwaren
  • schwer verdaulichen Nahrungsmitteln: Hülsenfrüchte, alle Kohlarten, Paprika, hart gekochte Eier, Zwiebeln, frisches Brot
  • Magensäure-anregenden Speisen: Kaffee, Süßigkeiten, stark Gewürztes, zu Heißes und zu Kaltes
  • zusätzliche Säure-liefernden Getränken: kohlensäurehaltige Wasser, Cola, Limonade, Rot- und Weißwein, Sekt, Longdrinks